Amphibienwanderung Andelshofer Weiher

Aufbauen und betreuen der Folienzäune am Andelshofer Weiher ebenso am Lugenhofweg über den Golfplatz. 

Nach dem Aufbau der Zäune müssen diese täglich nach wandernden Amphibien abgesucht werden. 

Die eingesammelten Tiere werden dann über die Straße gebracht.

Bei den Amphibien handelt es sich vorwiegend um Erdkröten und Grasfrösche aber auch, wenn auch seltener um Laubfrosch und verschiedene Molcharten.

Die Tiere werden nach Geschlecht und Art gezählt, so ergeben sich wichtige Daten für den Naturschutz.

 

Eine bundesweite Schutzzaun-Übersicht für Amphibien finden sie unter 

NABU Aktion Kroetenwanderung

 

Beginn der Wanderung: Je nach Witterung Februar oder März

Neue aktive Helfer sind herzlich willkommen

Kontakt für interessierte Personen :

Email Dr. Bruno Kolb


Amphibienbericht 2015

Aufbau: 27. und 28. Februar Abbau: 4.April

Familiengruppe als aktive Helfer
Familiengruppe als aktive Helfer


Bericht von

Dr. Bruno Kolb

(BUND Überlingen, Owingen, Sipplingen, NABU Überlingen)



1. B31 neu (K7772) am Andelshofer Weiher.:

Auch diesmal (2015) wurden an der stark befahrenen K7772 zusätzlich zu den vorhandenen 3 Durchlässen wieder beidseitig Folienzäune mit 21 Kübeln angebracht. Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Population der letzten Jahre, die starke Schwankungen zeigt. In den Kübeln außerhalb der Durchlässe wurden 46 Tiere gefunden, etwa doppelt so viel wie 2014. Aber auch diese geringe Wanderung ist vermutlich durch die lange Trockenperiode und die kalten Nächte zu erklären. ähnlich wie in den letzten Jahren. Aus Messungen mit einem Zählwerk an einem der 3 Durchlässen kann abgeschätzt werden, dass etwa die gleiche Anzahl durch jeweils einen der 3 Durchlässe gewandert sind, d.h. heuer insgesamt ca.176 Tiere.


Rückblick Andelshoferweiher B31 (K7772)


Jahr

Kröten

Frösche

Molche

Summe

2002

254

61

24

339

2003

358

46


404

2004

Original

daten

nicht

mehr

vorhanden

2005

118

29

3

150

2006

171

25


196

2007

141

9


150

2008

61

10


71

2009

38

5


43

2010

254

2

3

259

2011*

?

?

?

213

2012

18

2

2

22

2013

63

2


65

2014

22

2


24

2015

43

3


46



*) der Ersatz-Sammler hat nur die Tiere gezählt aber nicht differenziert



Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Amphibien an der B31 (K7772)

der beiden letzten Jahre und das Verhältnis von Krötenmännchen zu Krötenweibchen, das normalerweise ca. 6:1 betragen sollte, wie es dieses Jahr auch bei der Lankenhalde (L195) gefunden wurde. An allen anderen Stellen war der Männchen-Überschuss geringer


B31(K7772)


B31/Jahr

Kröten M

Kröten W

Frösche

Molche

Summe

2014

14

8

2


24

2015

24

20

2


46


Verhältnis Krötenmännchen/Krötenweibchen 2014: ca. 2.25 : 1

Verhältnis Krötenmännchen/Krötenweibchen 2015: ca. 1.20 : 1




2 .Lankenhalde L195

Entlang der L195 (Überlingen-Owingen) bei der Lankenhalde ist ein fest installierter Metallzaun mit 7 Durchlässen, unterbrochen nur bei einer Waldeinfahrt. Beidseits dieser Einfahrt wurden 2 Kübel angebracht, in denen heuer 199 Tiere gesammelt wurden. Im Jahr 2014 waren es 117 und im Jahr 2013 260 Tiere.


Jahr

Kröten M

Kröten W

Frösche

Molche

Summe

2013

175

67

16

2

260

2014

74

42

1


117

2015

172

26

1


199


Verhältnis Krötenmännchen/Krötenweibchen 2013: ca. 2.6 :1

Verhältnis Krötenmännchen/Krötenweibchen 2014: ca. 1.8 :1

Verhältnis Krötenmännchen/Krötenweibchen 2015: ca. 6.6 : 1



3.Golfplatz.

Laut Vertrag mit der Stadt Überlingen und der Gemeinde Owingen wird der Lugenhofweg über den Golfplatz während der Wanderungsperiode beidseits abgeschrankt. Durch den frühen Golfbetrieb und dem gleichzeitig geöffneten Restaurant Birdi-Stuben führte diese Maßnahme zu ständigen Konflikten, z.B. wurden die Schranken mehrmals gewaltsam herausgerissen und demoliert. Daher wurde als Alternative wie letztes Jahr entlang des Hauptwanderzugs über Strecke von 180 m ein Folienzaun 771 Tiere gesammelt. Letztes Jahr waren es 759 und das Jahr zuvor 876 Tiere, d.h. die Wanderung war normal und innerhalb der üblichen Schwankungen. Dass hier kein so starker Rückgang wie an anderen Stellen zu beobachten war ist vermutlich darauf zurückzuführen dass bei der vorliegenden Hanglage durch Hangquellen das Gelände immer feucht geblieben war.




Jahr

Kröten M

Kröten W

Frösche

Molche

Summe

2014

532

207

18

2

759

2015

422

339

9

1

771


Verhältnis Krötenmännchen/Krötenweibchen 2014: ca. 2.6 : 1

Verhältnis Krötenmännchen/Krötenweibchen 2015: ca. 1.24 : 1



4.Die folgende Zusammenstellung soll den Anteil der Grasfrösche, d.h. deren abnehmende Population dokumentieren


Vergleich Tiere außerhalb der 3 Durchlässe


Jahr

Summe

% Frösche

2002

339

--

2003

404

13

2004

141

25

2005

150

19

2006

196

13

2007

150

7

2008

71

16

2009

43

12

2010

259

0,8

2011

213

1,9

2012

22

--

2013

65

4,6

2014

24

--

2015

46

2,3




Amphibienbericht 2013

 

Aufbau: 4. März

Abbau: 16. April

PKW-Fahrten 579,6 km

Arbeits- und Betreuungsstunden: 137,5

 

1. B31 neu (K7772) am Andelshofer Weiher.:

Auch diesmal (2013) wurden an der stark befahrenen K7772 zusätzlich zu den vorhandenen 3 Durchlässen wieder beidseitig Folienzäune mit 19 Kübeln angebracht. Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Population der letzten Jahre, die starke Schwankungen zeigt. Aus Messungen mit einem Zählwerk an einem der 3 Durchlässen kann abgeschätzt werden, dass etwa die gleiche Anzahl durch diese Durchlässe gewandert sind, d.h. heuer insgesamt ca.200 Tiere.

 

Vergleich Tiere außerhalb der 3 Durchlässe

 

Jahr

Summe

% Frösche

2002

339

--

2003

404

13

2004

141

25

2005

150

19

2006

196

13

2007

150

7

2008

71

16

2009

43

12

2010

259

0,8

2011

213

1,9

2012

22

--

2013

65

4,6

 

:

Im Gegensatz zu diesen starken Schwankungen blieb die Zahl der Tiere an anderer Stelle praktisch gleich wie im Vorjahr, sodass es sich hier um ein begrenztes lokales Phänomen handeln sollte.

Z.B. besteht entlang der L195 (Überlingen-Owingen ) bei der Lankenhalde ein fest installierter Metallzaun mit 7 Durchlässen, unterbrochen nur bei einer Waldeinfahrt. Beidseits dieser Einfahrt wurden 2 Kübel angebracht, in denen heuer 260 Tiere (6,2 % Frösche)gesammelt wurden. Im Jahr zuvor (2012) waren es 269, d.h. praktisch die gleiche Anzahl.

 

 

2.Golfplatz.

Laut Vertrag mit der Stadt Überlingen und der Gemeinde Owingen wird der Lugenhofweg über den Golfplatz während der Wanderungsperiode beidseits abgeschrankt. Durch den frühen Golfbetrieb und dem gleichzeitig geöffneten Restaurant Birdi-Stuben führte diese Maßnahme zu ständigen Konflikten, z.B wurden die Schranken mehrmals gewaltsam herausgerissen und demoliert. Daher wurde als Alternative wie letztes Jahr entlang des Hauptwanderzugs über eine heuer etwas verlängerte Strecke von 180 m ein Folienzaun (Leihgabe vom BUND 876 Tiere (4,8% Frösche) gesammelt. Letztes Jahr waren es 630 Tiere.

 

 

Andelshoferweiher 2013 B31 (K7772)

Jahr

Kröten

Frösche

Molche

Summe

2002

254

61

24

339

2003

358

46

 

404

2004

Originaldaten

nicht

mehr

vorhanden

2005

118

29

3

150

2006

171

25

 

196

2007

141

9

 

150

2008

61

10

 

71

2009

38

5

 

43

2010

254

2

3

259

2011*

?

?

?

213

2012

18

2

2

22

2013

63

2

 

65

 

*) der Ersatz-Sammler hat nur die Tiere gezählt aber nicht differenziert

 

Golfplatz 2013

Kröten männl

Kröten weibl

Frösche

Molche

Summe

688

139

40

9

876

 

Verfasser des Berichtes :

27. April 2013

Dr. Bruno Kolb

Im Weingärtle 16

8866 Owingen

KolbBN@t-online.de


Amphibienbericht 2012

 

 

von

 

Dr. Bruno Kolb (BUND Überlingen, Owingen, Sipplingen und NABU Überlingen)

 

Aufbau: 27. Februar

Abbau: 31. März

PKW-Fahrten 630 km

Arbeits- und Betreuungsstunden: 157

Andelshofer Weiher / Foto: Dr.B.Kolb
Andelshofer Weiher / Foto: Dr.B.Kolb

1. B31 neu (K7772) am Andelshofer Weiher.:

Auch diesmal (2012) wurden an der stark befahrenen K7772 zusätzlich zu den vorhandenen 3 Durchlässen wieder beidseitig Folienzäune mit 19 Kübeln angebracht. Allerdings wurde ein erschreckender Rückgang der Amphibien festgestellt: Lediglich 22 Tiere wurden in den Kübeln gesammelt. Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Population der letzten Jahre, die ebenfalls starke Schwankungen zeigt. Aus Messungen mit einem Zählwerk an einem der 3 Durchlässen kann abgeschätzt werden, dass etwa die gleiche Anzahl durch diese Durchlässe gewandert sind, d.h. heuer insgesamt ca.50 Tiere. Dieser drastische Einbruch konnte nicht eindeutig geklärt werden. Anzunehmen ist aber folgende Ursache. Die Tiere müssen bei ihrer Wanderung eine Strecke von ca. 1 km über eine Wiese und einen Acker mit Winterweizen laufen. Der Bauer hatte kurz zuvor das Gelände stark mit Gülle gedüngt, zu einer Zeit als der Boden noch gefroren war und die Gülle nicht versickern konnte. Es ist bekannt, dass die Amphibien dann nicht wandern.

Jahr

Summe

% Frösche, ca.

2002

339

 

2003

330

13

2004

141

25

2005

150

19

2006

196

13

2007

150

7

2008

71

16

2009

43

12

2010

259

0.8

2011

213

1.9

 
Krötenzaun stellen Foto/ Dr.B.Kolb
Krötenzaun stellen Foto/ Dr.B.Kolb

Im Gegensatz dazu blieb die Zahl der Tiere an anderer Stelle praktisch gleich wie im Vorjahr, sodass es sich hier um ein begrenztes lokales Phänomen handeln sollte.

Z.B. besteht entlang der L195 (Überlingen-Owingen) bei der Lankenhalde ein fest installierter Metallzaun mit 7 Durchlässen, unterbrochen nur bei einer Waldeinfahrt. Beidseits dieser Einfahrt wurden 2 Kübel angebracht, in denen heuer 269 Tiere gesammelt wurden. Im Jahr zuvor (2011) waren es 256, d.h. praktisch die gleiche Anzahl.

 

Krötenzaun stellen / Dr.B.Kolb
Krötenzaun stellen / Dr.B.Kolb

 

2.Golfplatz.

Laut Vertrag mit der Stadt Überlingen und der Gemeinde Owingen wird der Lugenhofweg über den Golfplatz während der Wanderungsperiode beidseits abgeschrankt. Durch den frühen Golfbetrieb und dem gleichzeitig geöffneten Restaurant Birdi-Stuben führt diese Maßnahme zu ständigen Konflikten. Daher wurde als Alternative versuchsweise entlang des Hauptwanderzugs über eine Strecke von ca.150m ein Folienzaun (Leihgabe vom BUND Stockach) mit 11 Kübeln installiert. Trotz dieser kurzen Strecke wurden insgesamt 630 Tiere gesammelt. Nächstes Jahr soll der Folienzaun verlängert werden, in der Hoffnung dass sich damit die Schranken erübrigen.