Das Klassenzimmer im Grünen

„Nur was wir kennen und lieben, werden wir auch schützen.“

Ein Bildungsprojekt der Naturschutzverbände NABU und BUND

 

 

Die Schule muss lediglich Material und Fahrtkosten für die Schüler tragen.

 

Spenden für dieses Projekt werden gerne angenommen, auch Sponsoren werden dringend gesucht !

 

Die Arbeit der Umweltbildner wird durch die Ortsgruppen der Naturschutzverbände von Überlingen , Owingen und Sipplingen ermöglicht.

 

 

Liebe Pädagoginnen und Pädagogen,


durch zunehmende Technisierung des kindlichen Umfelds ist vielen
Kindern und Jugendlichen der Bezug zur heimatlichen Natur und
Landschaft verloren gegangen. Dies drückt sich sowohl durch einen
Verlust an Wissen über verschiedene Lebensräume, ihre Entstehung,
Pflanzen und Tiere aus. Wie auch oftmals durch einen Verlust an
emotionalen Beziehungen zur Natur und deren Wertschätzung.
Lebendiges Entdecken und Forschen schafft Begeisterung an der
Natur. Die Freude am wissenschaftlichen Lernen kann in allen
Altersstufen geweckt werden.
Durch sinnhaftes Erleben werden fachliche Inhalte begreifbar, durch
Handeln lernen Schüler komplexe Zusammenhänge zu
durchschauen.
Ziel ist es, den Schülern naturwissenschaftliche Lerninhalte außerhalb
des Klassenzimmers unmittelbar „bergreifbar“ zu machen, und zu
vermitteln, dass die heimische Natur wertvoll und schützenswert ist.

 

 

Weitere Informationen und Anmeldung für Schulklassen bitte per Download des PDF - Flyers oder direkt per E-Mail oder Telefon im Umweltzentrum Überlingen.

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Flyer "grünes Klassenzimmer" zum Download
Klassenzimmer im Gr 2016.pdf
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Grünes Klassenzimmer Thema "Wiese"

20. Juni 2017

Schüler und Schülerinnen der Wiestorschule Überlingen aus der ersten und zweiten Klasse, untersuchten im Rahmen des NABU-Projektes "Grünes Klassenzimmer" den Lebensraum Wiese.


Grünes Klassenzimmer Burgbergschule Nov.16

Das Thema war für die 2. Klasse und Lehrerin Frau Scholten: Waldtiere im Herbst/Winter


"Grünes Klassenzimmer" Wiestorschule 2014

Anfang November 2014 besuchten Frau Aguirre de Kaysers (NABU/BUND grünes Klassenzimmer Projektleiterin) und der Überlinger Imker Herr Wehrle die ersten und zweiten Schulklassen von den Lehrkräften Frau Latk, Frau Mendler und Frau Steinwand. Die etwa 60 Kinder waren im Alter zwischen 6 und 8 Jahren und bekamen anschaulich Wissen rund um die Honigbiene vermittelt.

Bericht von der Lehrkraft Frau Edith Steinwand für die Klassen der Wiestorschule Überlingen E1, E2 und E3

Zum Thema Bienen organisierte Frau Aguirre von der NABU- Ortsgruppe Überlingen für uns ein erstes Treffen mit Herrn Wehrle.

Da die Temperaturen draußen für die Bienen schon zu niedrig waren, kamen Frau Aguirre und Herr Wehrle mit voller Bienenausstattung zu den drei jahrgangsgemischten Eingangsklassen (E1,E2,E3) der Wiestorschule in die Klassenzimmer, um uns dort jeweils in zwei Unterrichtstunden viel Wissenswertes über das fleißige Bienenvolk zu vermitteln.

Mit Bildern und Imkerausstattung zum Anfassen konnte Herr Wehrle uns das Leben der Bienen und den Umgang mit den Bienen nahe bringen. Hatte er doch auch einige seiner „Mädels“ mitgebracht, die von ihm mit Karla, Hilde oder Erika angesprochen wurden. Nicht, dass er sie wirklich alle mit Namen kennen würde. Nein, das könne er nicht. Aber Bienen sind wertvolle Lebewesen, die Unvorstellbares leisten, und die im Naturkreislauf unentbehrlich sind. Sie spüren es, wenn wir sie wertschätzen und mit ihnen achtungsvoll umgehen.

Und das Honigschlecken am Ende war nach all den Informationen eine süße Belohnung fürs Aufpassen und Mitmachen: Tannen-, Blüten- oder Kastanienhonig – einer köstlicher als der andere!

Wir freuen uns schon jetzt auf einen Ausflug zu Herrn Wehrle und seinen Bienen im Frühling, wenn es dann bei den Bienen wieder rund geht.

 


Projekt Naturschutz: Junge Leute und der NABU

Ein Beispiel für eine "grüne Klassenzimmer" Aktion

Schüler der Constantin-Vanotti-Schule lernen den NABU Überlingen kennen

In der letzten Schulwoche fanden an der CVS Projekttage zum Thema „Mensch und Natur“ statt. In diesem Rahmen wollten die Teilnehmer des Projekts „Naturschutz in Überlingen“ mehr über die schützenswerte Natur in Überlingen und Umgebung erfahren.

Begleitet von den Lehrkräften Frau Weickgenannt und Herr Linder trafen die Schüler die Geschäftsführerin des NABU Überlingen, Frau Aguirre de Kaysers, und zwei im NABU aktive Ehrenämtler, den Pensionär Herrn Schrödter und den Landwirt und Landschaftspfleger Herr Weyers. Herr Schrödter referierte über den Fledermausschutz in der Region.

Kernaufgabe der Naturschützer sei es, Fledermausquartiere in Dachstühlen, Kellern, Höhlen u.a. ausfindig zu machen und diese Rückzugsräume auf vielfältige Art zu schützen. Des Weiteren werde für den Erhalt alter Bäume gesorgt, da diese nicht nur Vögeln, sondern auch Fledermäusen Lebensraum böten. Über konkrete Schutzmaßnahmen für die heimischen Fledermausarten hinaus erfuhren die Schüler auch eine Menge über die weltweite Artenvielfalt und die Lebensweise von Fledermäusen.

Herr Schrödter betonte hierbei einen wichtigen Grundsatz von Naturschützern: „Nur was wir kennen, können wir schützen“.

In diesem Sinne führte Gerhard Weyers die Schüler anschließend in den Mikrokosmos Streuobstwiese ein. Herr Weyers verfolgt beruflich wie privat das Ziel, die heimische Obstsortenvielfalt zu dokumentieren und zu erhalten. Bei seiner Führung durch eine von ihm naturnah bewirtschaftete Streuobstwiesenfläche am Oberen St. Leonhard erläuterte er sehr anschaulich, wie Pflanzen und Tiere hier zusammenleben. Erneut wurde der Wert alter bzw. abgestorbener Bäume als artenreicher Lebensraum deutlich. Besonderen Wert legt Herr Weyers auf eine praktisch umsetzbare Art des Naturschutzes, der die ökonomischen Erfordernisse der ansässigen Landwirte berücksichtigt. Herr Weyers weiß praktischen Rat, Konflikte zwischen Ökonomie und Ökologie in der Bewirtschaftung von Streuobstwiesen abzuschwächen.

Abschließend informierte Frau Aguirre de Kaysers über die Projektvielfalt des NABU. Ergänzend zu Genanntem erfuhren die Schüler u. a. über den regionalen Eulen-, Dohlen-, und Falkenschutz und über die Hilfe für heimische Amphibien.

 

Der NABU heißt jeden Interessenten herzlich willkommen und freut sich vor allem über junge Leute, die im Sinne des Naturschutzes eine Jugendgruppe bilden wollen, denn, so Frau Aguirre de Kaysers:

„Naturschutz bist DU.“

 

(Autor von Text und Foto : Constantin-Vanotti-Schule Juli 2014)