Kleine Chronologie der Ausstellungsvorbereitungen

Die Entstehung der "Insekten.Garten.Schau"

Schritt für Schritt nahm unsere Ausstellung rund um den insektenfreundlichen Garten Gestalt an. Einige MitstreiterInnen, die bei ihrer Verwirklichung halfen, erzählen unten von den Arbeitseinsätzen. Die meisten davon fanden bereits im Jahr 2019 statt ...

 

Überlingen, 3. April 2021.
Eine Woche vor dem für 9. April 2021 geplanten Start der Landesgartenschau (der dann auf 30. April verschoben wurde) legte die Arbeitsgruppe "Insekten.Garten.Schau" von NABU und BUND nochmals letzte Hand an.  Auf dem Programm stand Gehölze schneiden, Unkraut jäten, Insektennisthilfe kontrollieren - und vor allem die drei Ausstellungstafeln installieren.

 

Diese Tafeln informieren in vielen Bildern und kurzen Texten sowohl über die Notlage der Insektenwelt in Deutschland als auch darüber, was die Sechsbeiner in ihrem Lebensraum brauchen. Und vor allem erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie gerade die Gartenbesitzer unter ihnen den Insekten ohne allzu großen Aufwand helfen können. 

 

 

 


Was davor geschah: Die Vorbereitungen im Jahr 2019

Der 1. Arbeitseinsatz: die Ziegelpyramide

 Überlingen, August 2019

Wir, die NABU-  und die BUND-Gruppe Überlingen, haben vor über einem Jahr beschlossen, an der Landesgartenschau Überlingen teilzunehmen - mit einem Projekt, das wir nun "Insekten.Garten.Schau" nennen, angelehnt an den "hortus insectorum oder 3-Zonen-Garten" von Markus Gastl.

 

Das Gelände westlich der Sylvester-Kapelle schien uns dafür sehr geeignet. Auf unserem Geländeanteil haben wir jetzt einen 1. Bau errichtet, eine Ziegelpyramide.

 

Das Material wurde uns vom Ziegelwerk in Deisendorf geschenkt; es sind Strangfalzziegel von einem alten Dach die man für uns per Hand herunterholte, statt sie im Kontainer zu entsorgen! Da der Durchgang von dem westlichen Ende des Gartenschaugeländes vorbei an der Kapelle und über den  Goldbach noch immer nicht hergestellt ist, mussten wir die Ziegel per Hand in z.T. automatische Schubkarren verladen und vor Ort befördern, dann dort aufschichten.

 

Gerhard Weyers, Tim Kaisers, Hugo Fässler, Joachim Casper und Marianne Casper-Dubro haben nach guter Vorbereitung alles bewältigt und unsere Vereinsfotografin Heide Ley-Walitza zeigt dazu die folgenden Bilder.

Am Freitag, 30.8. soll dann unser 2. Arbeitseinsatz erfolgen: Material vor Ort schaffen für eine Trockenmauer, Sandarium, Kalksteinturm oder - Haufen...

 

Der 2. Arbeitseinsatz: die Trockenmauer

Der 3. Einsatz: Totholzhaufen, Steinhügel, Käferkeller und Insektennisthilfe

 Überlingen, November 2019

In einem 3. Einsatz mit 7 Personen wurde einen weitere Palette Steine aus Neufrach angefahren, von Hand abgeladen, in Schubkarren aufs Gelände gefahren und dort in die schon vorhandene Trockenmauer eingebaut bis zur gewünschten Höhe. Parallel entstand ein Totholzhaufen und ein Käferkeller - Material ist angerottetes Holz, Sägeabfälle, Borke. Aus der Umgebung sammelten wir abgestorbene Stämme, sägten dicke tote Äste ab und Wurzelteile.  Der Steinhaufen soll Kleintieren Schutz geben. Zwischen den Bauten haben wir Randbeete angelegt und jetzt erweitert. Viele einheimische Blühstauden haben wir bei Syringa gekauft, aber auch Spenden erhalten, antransportiert und als Insektennahrung und Duftblüher in mehrere Beete gepflanzt.  Unser Kernstück ist die Blumenwiese, die das Futter für Insekten liefern wird; sie wurde bisher zweimal gemäht, die Mahd dann abgeräumt, damit wir vor allem Kräuter und Wiesenblüher fördern, die es eher mager lieben. Im Winter sollen die Hecken geschnitten werden. Anfang Dezember stellt Herr Büchelmeier die große "Insektennisthilfe" mit Gründach! auf. Er hat sie schon vor dem Sommer gebaut und sie ist gut belegt, wie er mitteilte. Im Frühjahr wollen wir noch das häßliche Wellblechdach des Gartenschuppens begrünen.... es wird dann wachsen und blühen und summen auf dem Gelände.

 

Übrigens, im wunderbar bebilderten Heft von Daniel Jakumeit  "Lebensraum Garten" mini Tipps aus dem Hortusnetzwerk kann man alles nachlesen und sich über Sinn und Nutzen informieren und viele Projekte aus der Praxis für den eigenen Garten erfahren.

(Textautorin Marianne Casper-Dubro)