Große NABU-Zählaktion "Insektensommer"

Ohne Insekten kein intaktes Ökosystem

 

Nach Schätzungen gibt es in Deutschland 33.000 Insektenarten.
Über die meisten davon liegen noch keine Daten vor. 

 

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startete der NABU 2020 daher sein neues Citizen-Science-Projekt „Insektensommer“ -  die erste bundesweite Insektenzählung in Deutschland.  

 

 

Jeweils von Mai bis  Juni sowie Anfang August waren Naturfans aufgerufen, das Summen, Brummen und Krabbeln in ihrer Umgebung zu beobachten und online zu melden unter www.insektensommer.de.  Dort finden Sie inzwischen auch die Ergebnisse, Zahlen und Ranglisten aus dem Insektensommer 2020. Über 4.900 Meldungen und  mehr als 47.000 Beobachtungen gingen ein!

 

Das Ziel der Aktion: auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren. Mitmachen kann jeder - und jedes Insekt zählt!  Beobachten kann man dabei fast überall: auf einer Wiese, in Park, Wald oder Feld, an Teichen, Bächen und Flüssen - und natürlich im Garten oder auf dem Balkon: Schon ein Blick in Blumentöpfe kann vielfältiges Leben offenbaren. Das Beobachtungsgebiet soll aber auch nicht größer sein als ein Radius von etwa zehn Metern rund um den eigenen Standpunkt. Gezählt wird eine Stunde lang an einem beliebigen Tag innerhalb des genannten Zeitraums. Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist sonnig, warm, trocken und winstill.

 

Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling – gemeldet werden kann jeder Sechsbeiner. Auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten soll aber besonders geachtet werden. Darunter sind vier Tagfalter (Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs), drei Wildbienen (Ackerhummel, Steinhummel, Holzbiene), zwei Käfer (Asiatischer Marienkäfer, Sieben-Punkt-Marienkäfer) zwei Wanzen (Lederwanze, Streifenwanze), die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade und die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libellenart sowie das Grüne Heupferd als Laubschrecke.

 

Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.

 

Die Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und jeweils zeitnah veröffentlicht.

 

Mehr Infos: www.insektensommer.de


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