Seit Jahren beobachten Wissenschaftler und Umweltschützer einen dramatischen Rückgang der Artenvielfalt bei Pflanzen, Insekten, Vögeln und Wildtieren. Dabei ist nicht nur das Aussterben einzelner Arten zu beklagen – auch die Anzahl der Individuen pro Art ist rückläufig.
Für den Erhalt, die Pflege und den Schutz unserer Natur - und damit für die Artenvielfalt - setzen sich die Umweltverbände BUND und NABU seit vielen Jahren ein. Doch letztlich kann man nur schützen und bewahren (wollen), was man auch kennt.
Deshalb veranstalten die Überlinger Gruppen jedes Jahr den Tag der Artenvielfalt - eine erlebnis- und lehrreiche Veranstaltung für alle, denen die Bewahrung unserer Natur am Herzen liegt.
Ziel ist es stets, den Gästen bei interessanten, kostenlosen Führungen und Vorträgen den Reichtum und die Schönheit unserer Natur nahezubringen und auf den Schwund unserer Artenvielfalt hinzuweisen. Ob mit dem Freundeskreis oder als Familienausflug: Der Tag der Artenvielfalt ist immer eine schöne Gelegenheit, um die Natur zu genießen, sich zu informieren und viel zu lernen!

Im Jahr 2026 haben wir gemeinsam mit dem Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis (LEV) zum „Tag der Artenvielfalt“ eingeladen. Und er fand erstmals im Insektengarten bei Goldbach und im Überlinger Uferpark statt.
Maßgeblich mitgestaltet haben ihn:
Ihnen allen gilt unser großer Dank!!
Unten können Sie den Tag nochmals in Bildern Revue passieren lassen.
Informationen zum Landschaftserhaltungsverband Bodensee finden Sie hier www.bodenseekreis.de/lev.“
Einmal mehr gebührt unser besonderer Dank:
> allen Experten, die bei Führungen spannende Einblicke in die Welt der Insekten, Blühpflanzen, Bienen und Vögel gaben.
> der Gestalterin und Leiterin des Kinderprogramms, Vanessa.
> dem Bienenflüsterer Siggi, der den Menschen das Wesen der Bienen mit Leidenschaft nahe bringt.
> und dem Team des Rengohofs für seine Gastfreundschaft, die Organisation und die kulinarische Versorgung von Gästen, Helferinnen und Helfern!
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Die "Krefelder Studie" und viele andere Studien wiesen nach, dass die Biomasse von Insekten von 1989 bis 2013 um bis zu 80 Prozent zurückgegangen ist. Eine erschreckende Bilanz!
Insekten bilden zudem die Nahrungsgrundlage vieler Vogelarten, infolge schrumpfen auch die Brutvogelbestände, etwa bei Schwalben, Fliegenschnäppern, Grasmücken, Rohr- und Laubsängern. Früher noch häufig, ist heute auch die Feldlerche bei uns eine Rarität. Andere Arten wie Rebhuhn, Kiebitz und Bekassine könnten ebenfalls bald ihre letzten Brutplätze in Deutschland verlieren. Aber auch Fledermäuse hungern, wenn es an Insekten fehlt!
Die Gründe für den Artenschwund:
Da unsere Obstanlagen und Weinberge direkt von der Bestäubungsleistung – nicht nur der Honigbienen – abhängen, ist langfristig auch die Kulturlandschaft in unserer Region gefährdet.
Zu allen Foto-Impressionen und Geschichten der "Tage der Artenvielfalt" von 2014 bis 2022 geht es >>>> hier lang.