"Tag der Artenvielfalt"

Ein Aktionstag von NABU und BUND Überlingen

 

Seit Jahren beobachten Wissenschaftler und Umweltschützer einen dramatischen Rückgang der Artenvielfalt bei Pflanzen, Insekten, Vögeln und Wildtieren. Dabei ist nicht nur das Aussterben einzelner Arten zu beklagen – auch die Anzahl der Individuen pro Art ist rückläufig.

 

Für den Erhalt, die Pflege und den Schutz unserer Natur - und damit für die Artenvielfalt - setzen sich die Umweltverbände BUND und NABU seit vielen Jahren ein. Doch letztlich kann man nur schützen und bewahren (wollen), was man auch kennt.

 

Deshalb veranstalten die Überlinger Gruppen jedes Jahr den Tag der Artenvielfalt - eine erlebnis- und lehrreiche Veranstaltung für alle, denen die Bewahrung unserer Natur am Herzen liegt.

Ziel ist es stets, den Gästen bei interessanten, kostenlosen Führungen und Vorträgen den Reichtum und die Schönheit unserer Natur nahezubringen und auf den Schwund unserer Artenvielfalt hinzuweisen. Ob mit dem Freundeskreis oder als Familienausflug: Der Tag der Artenvielfalt ist immer eine schöne Gelegenheit, um die Natur zu genießen, sich zu informieren und viel zu lernen!  

 


Tag der Artenvielfalt am 14. Juni im Insektengarten und Uferpark

Insektenführung mit Sophie
Insektenführung mit Sophie

Im Jahr 2026 haben wir gemeinsam mit dem Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis (LEV) zum „Tag der Artenvielfalt“ eingeladen. Und er fand erstmals im Insektengarten bei Goldbach und im Überlinger Uferpark statt.

 

Maßgeblich mitgestaltet haben ihn:

  • Gartenexpertin Nicole Döbert aus Radolfzell mit ihrer informativen und praxisnahen Naturgarten-Sprechstunde.
  • LEV-Geschäftsführer Daniel Doer mit einer 2-stündigen Exkursion durch Insektengarten und Uferpark, wobei - eine echte Rarität! - sogar blühendes Bodensee-Vergissmeinnicht gesichtet wurde.
  • Biologin Sophie Stöckl und Vogelkenner Detlef Koch mit ihren lehrreichen, spannenden Insekten- und Vogelführungen.
  • Naturpädagogin Cristina Aguirre, die mit Kindern und Jugendlichen im Garten Kräuter sammelte und Kräutersalz zubereitete.  
  • Bienenflüsterer Siggi Wehrle, der wie immer die Menschen mit seiner lebendigen Bienenkunde begeisterte. 
  • Die vielen interessierten Gäste, die den Tag mit ihren klugen Fragen bereichert haben. 
  • Und nicht zuletzt das gesamte Insektengarten-Team, das den Garten das ganze Jahr über pflegt, mäht und betreut. 

Ihnen allen gilt unser großer Dank!!

  

Unten können Sie den Tag nochmals in Bildern Revue passieren lassen. 

 

Informationen zum Landschaftserhaltungsverband Bodensee finden Sie hier  www.bodenseekreis.de/lev.“

 


Bildhafte Eindrücke vom Tag der Artenvielfalt 2026


Impressionen vom Tag der Artenvielfalt am 25. Mai 2025 auf dem Rengohof


Einmal mehr gebührt unser besonderer Dank:

> allen Experten, die bei Führungen spannende Einblicke in die Welt der Insekten, Blühpflanzen, Bienen und Vögel gaben.

>  der Gestalterin und Leiterin des Kinderprogramms, Vanessa.

> dem Bienenflüsterer Siggi, der den Menschen das Wesen der Bienen mit Leidenschaft nahe bringt.

> und dem Team des Rengohofs für seine Gastfreundschaft, die Organisation und die kulinarische Versorgung von Gästen, Helferinnen und Helfern!


Momentaufnahmen vom "Tag der Artenvielfalt" am 9. Juni 2024



Warum die Artenvielfalt schwindet

Kaisermantel, Distelfalter und Kleiner Fuchs auf Schmetterlingsflieder.
Kaisermantel, Distelfalter und Kleiner Fuchs auf Schmetterlingsflieder.

 

Die "Krefelder Studie" und viele andere Studien wiesen nach, dass die Biomasse von Insekten von 1989 bis 2013 um bis zu 80 Prozent zurückgegangen ist. Eine erschreckende Bilanz!

 

Insekten bilden zudem die Nahrungsgrundlage vieler Vogelarten, infolge schrumpfen auch die Brutvogelbestände, etwa bei Schwalben, Fliegenschnäppern, Grasmücken, Rohr- und Laubsängern. Früher noch häufig, ist heute auch die Feldlerche bei uns eine Rarität. Andere Arten wie Rebhuhn, Kiebitz und Bekassine könnten ebenfalls bald ihre letzten Brutplätze in Deutschland verlieren. Aber auch Fledermäuse hungern, wenn es an Insekten fehlt!

 

Die Gründe für den Artenschwund:

  • Die industrielle Landwirtschaft hat sich mit zur größten Bedrohung für wildlebende Arten entwickelt.
  • Biotope, Hecken und Randstreifen fallen der Schaffung großflächiger Monokulturen zum Opfer.
  • Der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden ist ebenfalls wesentlich verantwortlich für das Verschwinden vieler Pflanzen- und Insektenarten.
  • Negativ wirkt sich zudem der fortschreitende Flächenverlust durch den Bau von Siedlungen, Gewerbegebieten und Straßen aus.

Da unsere Obstanlagen und Weinberge direkt von der Bestäubungsleistung – nicht nur der Honigbienen – abhängen, ist langfristig auch die Kulturlandschaft in unserer Region gefährdet. 

 


Impressionen vom "Tag der Artenvielfalt 2023"


Zu allen Foto-Impressionen und Geschichten der "Tage der Artenvielfalt" von 2014 bis 2022 geht es >>>> hier lang.