Igeln helfen oder in Ruhe lassen?

Wann Hilfe sinnvoll ist und wann man sich zurückhalten sollte

Igel  Foto: NABU/Hans Pollin
Igel Foto: NABU/Hans Pollin

 

Oft erkennt man durch das typische "Husten" der Igel, dass sich die Tiere im Garten aufhalten.

 

Normal sind Igel dämmerungs- und nachtaktiv. Doch auch ein am Tag aktiver Igel  muss nicht zwangsläufig krank sein. Vielleicht ist es nur eine Igelmutter, die ihre Jungen versorgen will.

 

Auch brauchen nicht alle vermeintlich auffälligen Igel wirklich unsere Hilfe - informieren Sie sich bitte über das natürliche Verhalten der Tiere, bevor Sie helfend einschreiten.

 

Helfen und schützen können Sie Igel trotzdem: Wichtig für ihn sind naturnahe Gärten. Denn ganz gleich ob Nahrungsangebot oder Unterschlupf: Nur in einem natürlichen Garten finden die „Stachelritter“ alles Nötige für sich und ihre Nachkommen. Und darauf kommt es an:
Verwenden Sie kein Schneckengift mit Methiocarb, um weder Igel noch Haustiere zu gefährden.
Neben natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten wie Reisig- und Laubhaufen kann auch ein selbstgebautes Igelhäuschen den Tieren Schutz bieten. Eine eingebaute Zwischenwand oder ein verwinkeltes Eingangslabyrinth bewahrt den Igel zudem vor unerwünschtem Besuch.

 

Übrigens: Bitte Igel niemals mit Milch füttern, die Tiere bekommen massive Verdauungsstörungen davon! Der Schaden ist also viel größer als der Nutzen.


Rund um Überlingen gibt es zudem private Auffangstationen für Igel, die Hilfe bei der Überwinterung brauchen oder die verletzt sind.

 

Die Kontaktdaten erfragen Sie bitte direkt im Umweltzentrum-Büro.

 

In der Broschüre „Der Igel – Pflegefall oder Outdoorprofi?“ gibt der NABU viele Tipps, zum richtigen Umgang mit den Tieren. Sie kann für 1,50 Euro plus Versandkosten beim NABU bestellt werden:
NABU Baden-Württemberg, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart, Tel. 0711-966 72 12 oder Service@NABU-BW.de
oder Igelhäuser, Igelfutter und Literatur online bestellbar beim NABU-Naturshop


Igel und Schneckenkorn

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Gefahren des Schneckenkorns und Alternativen
Dipl. Ing. (FH) Gregor Baiker aus Taisersdorf hat einen informativen Text zum Thema Schneckenkorn , den Folgen der Anwendung und dem Teilverbot verfasst.
Schneckenkorn_Langtext.pdf
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